Kurz informiert 15.05.2026 – früh

Shownotes

Kurz informiert liefert täglich die wichtigsten Nachrichten zu IT, Mobilem, Gadgets, Netzpolitik & Wissenschaft – heute mit der synthetischen Stimme von Isabel Grünewald:

  1. Palantir-Alternative https://heise.de/-11293663
  2. Ladesäulen-Warnung https://heise.de/-11294135
  3. Foxconn-Angriff https://heise.de/-11294209
  4. Vodafone-Störung https://heise.de/-11294327
  5. KI-Haftung https://heise.de/-11293866

Redaktion: Gregor Schollmeyer

Hinweis: Dieser Podcast wird von einem Sponsor unterstützt. Alle Infos zu unseren Werbepartnern findet ihr hier: https://wonderl.ink/%40heise-podcasts

Transkript anzeigen

00:00:02: Kurs informiert bei Heise Online mit der synthetischen Stimme von Isabel Grünewald.

00:00:07: Am Freitag, den Fifzehnten Mai-Zweitausendsechsundzwanzig mit der Frühausgabe.

00:00:13: Der Deutsche Verfassungsschutz setzt bei der Analyse großer Datenmengen künftig auf europäische Software.

00:00:19: Das Bundesamt entschied sich dabei gegen den umstrittenen amerikanischen Anbieter Palantir.

00:00:25: Den Zuschlag erhielt das französische Unternehmen ChapsVision mit seinem KI-gestützten Produkt ArgonOS.

00:00:33: Die Software durchforstet riesige Datenmengen und verknüpft Informationen aus verschiedenen Datenbanken, dabei durchsucht sie auch öffentlich zugängliche Quellen.

00:00:42: Frankreich's Inlandsgeheimdienst nutzt Argon OS bereits!

00:00:46: Die Software gilt als einsatzbereit und soll vor allem in der Terrorismusbekämpfung sowie Spionageabwehr dienen.

00:00:53: Politisch ist die Entscheidung umstritten.

00:00:55: Bundesinnenminister Dobrindt hält die Tür für Palantir weiterhin offen.

00:01:00: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, kurz BSI warnt vor Sicherheitslücken an öffentlichen Ladestationen für Elektroautos.

00:01:09: Beim Laden fließen nicht nur Strom sondern auch Daten.

00:01:12: das öffnet Angreifern Tür und Tor.

00:01:15: Konkret bemängelt das BSI einen Fehler im weitverbreiteten Ladeprotokoll, dem sogenannten Open Charge Point Protocol.

00:01:23: Gelingt ein Angriff können E-Auto-, Ladestation oder sogar das Stromnetz Schaden nehmen.

00:01:29: Mit bidirektionalem Laden – also dem Rückspeisen von Strom ins Netz – steige auch das Risiko.

00:01:35: Das BSI fordert deshalb einen grundlegenden Wandel hin zu verpflichtendem Sicherheitsdesign.

00:01:41: Die Ransomware-Gruppe Nitrogen hat nordamerikanische Werke des thaiwanischen Elektronikherstellers Foxconn angegriffen.

00:01:48: FoxconN bestätigte den Angriff und erklärte, dass Cyber Security Team habe sofort reagiert – die Angreifer behaupten, acht Terabyte Daten gestohlen zu haben, darunter angeblich auch interne Dokumente und technische Zeichnungen zu Projekten von Apple, Nvidia, Google und anderen.

00:02:05: Ob tatsächlich Kundendaten abgeflossen sind, wollte Foxcon nicht bestätigen!

00:02:10: Erschwerend kommt hinzu.

00:02:12: Sicherheitsforscher warnen, dass ein Programmierfehler im Entschlüsselungsprogramm der Gruppe die Wiederherstellung gesperrter Dateien verhindert selbst wenn Lösegeld gezahlt wird.

00:02:23: Vodafone baut derzeit seine Mail-Infrastruktur um und das sorgt für Probleme.

00:02:28: Seit dem dritten Mai können manche Kunden ihre E-Mails nicht mehr per IMAP abrufen.

00:02:33: Das Protokoll-IMAP ermöglicht es Emails von einem Server mit einem Mail-Programm abzurufen.

00:02:39: Betroffen sind Adressen von ACOR, Vodafone, VoderphoneMail, UnityMail und CableMail mit .de-Endungen.

00:02:48: Die Arbeiten sollen am siebzehnten Mai abgeschlossen sein.

00:02:52: Wer nicht warten möchte kann in der Zwischenzeit den Webmaildienst von Vodaphone nutzen.

00:02:57: Dieser funktioniert laut Unternehmen störungsfrei.

00:03:00: Wer einen KI Chatbot betreibt haftet für dessen Falschaussagen.

00:03:05: Das hat das Oberlandesgericht Ham entschieden.

00:03:07: Geklagt hatte die Verbraucherzentrale NRW.

00:03:10: Im konkreten Fall hatte ein Chatbot zwei Ärzten erfundene Facharztitel angedichtet, die diese gar nicht besitzen.

00:03:18: Das Gericht wertete das als unlauteren Wettbewerb und als Verstoß gegen das Irreführungsverbot.

00:03:24: Dabei spielt es keine Rolle ob der Betreiber dem Bot fehlerhafte Daten geliefert hat.

00:03:29: Die Frage der Haftung für sogenannte KI-Haluzinationen ist grundsätzlicher Natur, deshalb ließen die Richter die Revision zum Bundesgerichtshof zu.

00:03:38: Diese und weitere aktuelle Nachrichten findest du ausführlich auf heise.de.

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