Kurz informiert 09.01.2026 – früh
Shownotes
Kurz informiert liefert täglich die wichtigsten Nachrichten zu IT, Mobilem, Gadgets, Netzpolitik & Wissenschaft – heute mit der synthetischen Stimme von Isabel Grünewald:
- Grok & Deepfakes https://heise.de/-11134979
- Iran https://heise.de/-11135161
- ChatGPT Health https://heise.de/-11134773
- KI bei Gericht https://heise.de/-11135211
- Justizcloud https://heise.de/-11134790
Redaktion: Gregor Schollmeyer
Hinweis: Dieser Podcast wird von einem Sponsor unterstützt. Alle Infos zu unseren Werbepartnern findet ihr hier: https://wonderl.ink/%40heise-podcasts
Transkript anzeigen
00:00:02: Kurz informiert bei Heise Online mit der synthetischen Stimme von Isabel Grünewald.
00:00:08: Am Freitag, den neunten Januar, mit der Frühausgabe.
00:00:13: Die Europäische Union erhöht den Druck auf Elon-Masks-Plattform X wegen problematischer KI-Bilder von Kindern.
00:00:21: Die EU-Kommission fordert das Unternehmen auf, interne Dokumente zur künstlichen Intelligenz GROC bis Jahresende aufzubewahren.
00:00:29: Der KI-Chatbot GROCK erstellt auf Anfrage freizügige Bilder realer Menschen, darunter auch sexualisierte Darstellungen von Minderjährigen.
00:00:38: Laut einer vierundzwanzigstündigen Analyse erstellen X-Nutzer stündlich tausende öffentlich zugängliche sexualisierte Deepfakes.
00:00:46: Erst im Dezember verhängte die EU eine Strafe von onehundertzwanzig Millionen Euro gegen X wegen Transparenzmängeln.
00:00:54: Ein EU-Kommissionssprecher betonte, dass die Generierung sexueller Darstellungen von Kindern illegal und inakzeptabel sei.
00:01:03: Eine Deaktivierung von GROC in der EU sei jedoch nicht das Ziel und eher ein letztes Mittel.
00:01:10: Nach tagelangen Protesten haben iranische Behörden das Internet in Tehran und weiteren Landesteilen blockiert.
00:01:17: Die Organisation Netflix berichtet von Verbindungsverlusten, die Berichterstattung und Kommunikation erheblich erschweren.
00:01:24: Die Protestwelle folgte vor fast zwei Wochen auf einen Wertsturz der Landeswährung Rial.
00:01:30: Die Internetsperren begannen in der westlichen Provinz Kermanschar und betreffen inzwischen auch das mobile Internet in ersten Großstädten.
00:01:38: Beobachter befürchten, dass die Machthaber den digitalen Blackout nutzen könnten, um noch härter gegen die Demonstrationen vorzugehen.
00:01:46: Die letzte landesweite Internetsperrung im Iran liegt gerade einmal rund sieben Monate zurück.
00:01:52: Damals hatte das Regime während des Konflikts mit Israel einen fast vollständigen digitalen Blackout verhängt.
00:02:00: OpenAI hat einen separaten Gesundheitsbereich innerhalb von ChatGPT vorgestellt.
00:02:05: Der KI-Assistent verknüpft persönliche Gesundheitsdaten mit dem Chatbot und soll Nutzern helfen, medizinische Befunde zu verstehen und Arztbesuche vorzubereiten.
00:02:15: ChatGPT Health ist zunächst nur für eine kleine Gruppe zugänglich.
00:02:19: Nutzer in der Europäischen Union, Schweiz und Großbritannien bleiben vorerst außen vor.
00:02:25: OpenAI betont, dass Gesundheitsgespräche privat und abgeschottet bleiben und nicht zum Training der Modelle verwendet werden.
00:02:33: Das Landgericht Darmstadt hat die Vergütung eines Facharztes gestrichen, weil sein Gutachten mit KI erstellt wurde.
00:02:39: Die Richter erkannten typische Merkmale KI-generierter Texte wie bizarre Formulierungen, monotone Struktur und untypische Wiederholungen.
00:02:48: Der Sachverständige hatte dem Gericht eine Rechnung über zwei tausend dreihundert vierundsiebzig Euro und fünfzig Cent präsentiert.
00:02:55: Dabei enthielt das gut achten gravierende inhaltliche Mängel.
00:02:59: So hatte der Facharzt die Klägerin offenbar nicht einmal selbst untersucht.
00:03:04: Bund und Länder wollen bei der Digitalisierung der Justiz eine gemeinsame Plattform nutzen.
00:03:10: Die Bund-Länder-Justiz-Cloud soll für Anwender einheitlich sein, aber dezentral gehostet werden.
00:03:16: Eine erste Version soll bis Anfang twenty-sevenundzwanzig zur Verfügung stehen.
00:03:21: Die Projektleitung übernimmt ein Aufbaustab in Baden-Württemberg.
00:03:25: Der Deutsche Richterbund sieht darin einen wichtigen Schritt zur Vereinheitlichung der E-Aktensysteme.
00:03:30: Es sei überfällig im elektronischen Rechtsverkehr und beim Einsatz von KI-Assistenzprogrammen stärker auf bundeseinheitliche Lösungen zu setzen.
00:03:39: Die heutige E-Akte entspreche in etwa dem technischen Stand von vor fünfzehn Jahren.
00:03:45: Diese und weitere aktuelle Nachrichten finden Sie ausführlich auf heise.de.
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