Kurz informiert 08.01.2026 – spät
Shownotes
Kurz informiert liefert täglich die wichtigsten Nachrichten zu IT, Mobilem, Gadgets, Netzpolitik & Wissenschaft – heute mit der synthetischen Stimme von Isabel Grünewald:
- Handys an Schulen https://heise.de/-11134056
- Grok & Deepfakes https://heise.de/-11134092
- Debian-Datenschützer https://heise.de/-11134251
- zlib-Lücke https://heise.de/-11133774
- Stromausfall Berlin https://heise.de/-11133826
Redaktion: Gregor Schollmeyer
Hinweis: Dieser Podcast wird von einem Sponsor unterstützt. Alle Infos zu unseren Werbepartnern findet ihr hier: https://wonderl.ink/%40heise-podcasts
Transkript anzeigen
00:00:02: Kurz informiert bei Heise Online mit der synthetischen Stimme von Isabel Grünewald.
00:00:08: Am Donnerstag, den achten Januar, mit der Nachmittagsausgabe.
00:00:13: Sachsen-Anhalt plant keine pauschalen Handyverbote an Schulen.
00:00:17: Das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung erarbeitet stattdessen einen Leitfaden mit Empfehlungen.
00:00:24: Dieser soll im ersten Halbjahr, vorgelegt werden.
00:00:29: Jede Schule darf weiterhin eigenständig entscheiden, wie sie mit privaten Mobilgeräten umgeht.
00:00:34: Die Entscheidungen sollen in Absprache mit der Schulgesamtkonferenz getroffen werden.
00:00:39: Ende November hatte sich Bildungsminister Jan Riedl von der CDU gemeinsam mit Lehrer und Schülervertretern gegen ein landesweites Verbot ausgesprochen.
00:00:49: Der geplante Leitfaden orientiert sich an Vorbildern aus Niedersachsen und Hamburg.
00:00:54: Dort gibt es Handlungsempfehlungen, aber keine Verbotspflicht.
00:00:57: Anders als Hessen und Bremen, die pauschale Verbote eingeführt haben.
00:01:02: Der KI-Chatbot Grog von Elon Musk's Firma XAI hat in vierundzwanzig Stunden mehrere Tausend sexualisierte Deepfakes erstellt.
00:01:11: Das zeigt eine Analyse der Forscherin Genevieve Ohr.
00:01:15: GROC produzierte fast hundertmal so viele solcher Bilder wie fünf andere Plattformen zusammen.
00:01:21: Nutzer können dem Chatbot Fotos schicken und bekommen Versionen zurück, in denen die gezeigten Personen fast nackt sind.
00:01:28: Die Erstellung erfolgt ohne Einverständnis der Betroffenen.
00:01:32: Die Ergebnisse landen öffentlich einsehbar auf X. Auch Fotos von Minderjährigen werden auf diese Weise manipuliert.
00:01:39: Das US-Magazin Wired entdeckte zudem, dass Google versehentlich noch weitaus verstörendere Inhalte von der GROC-Website indexiert.
00:01:47: Darunter befinden sich fotorealistische Videoclips mit sexualisierten Deepfakes, teilweise mit besonders drastischen Darstellungen.
00:01:56: Das Debian-Projekt sucht dringend neue Datenschutzbeauftragte.
00:02:00: Das bisherige dreiköpfige Team ist geschlossen zurückgetreten.
00:02:03: Grund waren mangelnde Kapazitäten und fehlende Begeisterung für die weitere Arbeit.
00:02:09: Das Team war im Jahr two-tausend-achzehn wegen der Datenschutzgrundverordnung gegründet worden.
00:02:14: Es kümmerte sich um externe Anfragen zu gespeicherten Daten und beriet Debian-Mitglieder über Datenschutzverpflichtungen.
00:02:21: Nun landen alle DSGVO-Anfragen bei der bereits überlasteten Projektleitung.
00:02:27: Trotz konstruktiver Gespräche auf der Debian-Konferenz habe sich bislang niemand gemeldet.
00:02:33: In der weitverbreiteten Kompressionsbibliothek ZLIP wurde eine kritische Sicherheitslücke entdeckt.
00:02:39: Betroffen ist das UN-TGZ-Tool, das sich um die Dekompression von tar.gz-Archiven kümmert.
00:02:45: Angreifer können durch übergroße Archivnamen einen Pufferüberlauf auslösen und möglicherweise Schadcode einschleusen.
00:02:53: Die Lücke erhielt den kritischen Risikoscore, neun Komma drei.
00:02:57: Ein Update zum Schließen der Lücke steht noch nicht bereit.
00:03:00: Das betroffene Tool gehört zu Nutzer beigesteuerten Werkzeugen ohne offiziellen Support.
00:03:06: Die Stromversorgung im Berliner Südwesten läuft nach dem längsten Ausfall der Nachkriegsgeschichte wieder stabil.
00:03:12: Nach einem mutmaßlich linksextremistischen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke waren seit Samstagmorgen anfangs forty-fünftausend Haushalte ohne Strom.
00:03:21: Insgesamt waren rund hunderttausend Menschen betroffen.
00:03:24: Seit Mittwochmittag fließt der Strom wieder flächendeckend.
00:03:28: Der Netzbetreiber Stromnetz Berlin arbeitet mit Hochdruck an einer zweiten Leitung, um ein weiteres Provisorium zu schaffen.
00:03:36: Diese und weitere aktuelle Nachrichten finden Sie ausführlich auf heise.de.
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